A Nightmare After Christmas?

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Es war einmal vor langer Zeit ein junger Bewerber, der eine großartige Weihnachtszeit mit seiner Familie verbrachte. Es war ein Weihnachten voller Geschenke, aber auch eine Zeit voller Termine und Auseinandersetzungen. In der Tat vereinnahmten ihn die Feiertage so sehr, dass er danach erst einmal eine Pause brauchte. Deshalb verschob er all seine Vorbereitungen für seine Aufnahmeprüfungen auf Januar.

An Neujahr wachte er auf und ein unheimliches Gefühl beschlich ihn. Er fühlte sich müde von den Festlichkeiten und seine Stimme war heiser vom vielen Lachen und den vielen lautstarken Unterhaltungen. Eilig schnellte er aus dem Bett und griff nach seinem Kalender. Seine erste Aufnahmeprüfung war für den 23. Januar eingetragen. Wo war die Zeit geblieben? Das unheimliche Gefühl wurde zu Panik. Er stand regungslos da und hatte keinen blassen Schimmer, wie er dem noch ins Auge sehen sollte. Er wusste noch nicht einmal, wo er anfangen sollte. Alles, was er sich wünschte, war eine Zeitmaschine!

LASS ES GAR NICHT ERST SO WEIT KOMMEN!

Lass mich dich vor diesem Schicksal bewahren! Arbeite jetzt an deinem Repertoire. Du hast noch fast vier Wochen bis Weihnachten! Denk doch nur mal daran, wieviel du in einem Monat schaffen kannst! Du möchtest doch in diesem Raum überzeugen, oder nicht? Leider wird es keine Überzeugung und keine berührende Darbietung geben, wenn du nicht vorbereitet bist. Du weißt es, ich weiß es, also erspare dir den Herzschmerz! 😉

Also, was hält dich auf? Naja, um ehrlich zu sein, stehst du dir nur selbst im Wege. Also frage dich: Was gewinnst du durch mangelnde Vorbereitung? Ja, ich weiß, man hat auch Angst vor Aufnahmeprüfungen, aber ohne richtige Vorbereitung wird dieses Gefühl nur noch viel schlimmer!

DREI SCHRITTE UM BIS WEIHNACHTEN FIT ZU SEIN

Aber was kannst du tun? Schreibe eine Liste mit allem, was du vor deiner ersten Aufnahmeprüfung noch üben oder erledigen musst. Gerne kannst du die Aufgaben auch in verschiedene Kategorien sortieren. Es ist immer einfacher eine Liste vor sich zu haben als alles im Kopf zu behalten. Es wird dir außerdem zeigen, wieviel Arbeit tatsächlich noch vor dir liegt!

Dann solltest du jede Woche feste Zeiten für deine Aufgaben einplanen. Ja, schreibe sie dir wirklich in den Kalender. Behandle sie wie Verabredungen mit deinem Repertoire, absagen geht nicht. Vereinbare außerdem Termine mit deinen Lehrern für den Rest des Jahres. Vergiss aber auch nicht, Pausen einzuplanen, in denen du deine Batterien wieder aufladen kannst. Vielleicht gibt es auch Termine, die mit den Aufnahmeprüfungen gar nichts zu tun haben, die du aufs nächste Frühjahr verschieben kannst.

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Suche dir als dritten Schritt einen audition buddy, also einen Partner bei der Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfungen. Es muss nicht unbedingt ein anderer Bewerber sein, es kann auch ein Freund, ein Familienmitglied oder einer deiner Lehrer sein. Erzähle deinem audition buddy von den Zielen, die du pro Woche erreichen willst, und lass ihn überprüfen, ob du diese auch erreicht hast. Wenn du jemandem direkt Rechenschaft schuldig bist, wird es dich viel mehr motivieren. Man besorgt sich ja auch nicht umsonst einen Personal Trainer, nicht wahr? 😉

Wenn du all dies beachtest, ist Weihnachten genau die Pause, die dein Gehirn braucht um dein Repertoire sacken zu lassen. Die Zeit danach kannst du dann für den Feinschliff nutzen. Denn wenn du dich vor Weihnachten gut vorbereitest, werden dich die Feiertage nicht allzu sehr aus der Bahn werfen.

Und jetzt möchte ich, dass du deine Augen schließt und dir vorstellst, dass du da oben auf der großen Bühne stehst und deine Traumrolle spielst. Alles was du heute tust, wird dich deinem Ziel einen Schritt näher bringen. Und alles, was du heute tust, wird dich der Schule näherbringen, die dir den Weg bereitet

Musicalausbildung, aber wo? // Der Weg zum gläsernen Schuh

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Du willst eine Musicalausbildung machen oder ein Musicalstudium absolvieren, das steht fest. Nun musst du dich nur noch dazu entscheiden, wo! Ja, du hast richtig gehört: DU musst dich entscheiden, wo!

Naja, zumindest musst du dich entscheiden, an welchen (Hoch)schulen du dich bewirbst, denn jede Aufnahmeprüfung ist zwar eine Chance, aber auch ein hoher Aufwand. Dazu kommt noch, dass jede Schule eigene Anforderungen an ihre Bewerber stellt.

Schritt Eins ist daher: Mach dich schlau!

Finde heraus, welche Schulen es gibt, wann und wo die Aufnahmeprüfungen stattfinden und was bei der Aufnahmeprüfung verlangt wird. Ganz wichtig ist hierbei, dass du die Bewerbungsfristen kennst. Denn wer seine Unterlagen zu spät abschickt, wird nicht mehr berücksichtigt. (Oft muss man auch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung eines HNO-Arztes und/oder eines Orthopäden mit einreichen, darum muss man sich auch frühzeitig kümmern.)

Finde heraus, ob es (besonders an den privaten Schulen) die Möglichkeit eines Stipendiums gibt. Nicht ganz unwichtig ist auch der Mietspiegel in den verschiedenen Städten. München und Hamburg sind mit Sicherheit im Schnitt teurer als Essen.
coins-currency-investment-insurance-128867Eine hohe Miete in Kombination mit einer hohen Ausbildungsgebühr kann nicht ganz ohne sein. Finde außerdem heraus, ob die Schule den Schülern die Möglichkeit gibt, einem Nebenjob nachzugehen.

Finde heraus, ob es Schnuppertage an der Schule gibt. Vielleicht gibt auch einer der Lehrer einen Workshop bei dir in der Nähe. Nutze doch einfach die Chance schon einmal mit ihm zu arbeiten. Manche Schulen bieten auch konkrete Workshops oder Probewochen für Interessenten an, während derer die Interessenten sowohl an Kursen teilnehmen als auch bei den Auszubildenden zusehen können.

Um all dies zu erfahren, musst du einfach nur fragen. Die organisatorischen Fragen beantwortet meist schon die Website der Schule, für den Rest kannst du einfach im Sekretariat anrufen oder eine Email schreiben. Keine Sorge, die beißen schon nicht. Sie freuen sich doch auch, wenn sich Schüler aus einem bestimmten Grund für ihre Schule interessieren. Die Information für Interessenten ist auch für die Schulen ein Teil der Ausbildungsvorbereitung. Vielleicht kannst du sogar mit einem derzeitigen oder ehemaligen Schüler in Kontakt treten, um weitere Informationen aus einer anderen Perspektive zu erhalten.

Schritt Zwei: Finde heraus, was du willst!

Willst du zum Beispiel einen Schwerpunkt in Schauspiel, Gesang oder Tanz wählen oder suchst du eine Schule, die alles nach Möglichkeit gleichwertig behandelt und verbindet? Welches Verhältnis von Gruppen- zu Einzelunterricht ist dir wichtig? Dabei solltest du bedenken, dass du im Rahmen der Ausbildung nicht nur deine Stärken noch weiter stärken, sondern auch deine Schwächen ausgleichen solltest.

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Wieviel kannst du für die Aufnahmeprüfung vorbereiten? Bist du zum Beispiel imstande, selbst zu choreographieren beziehungsweise gleich zwei stilistisch unterschiedliche Choreographien darzubieten oder bist du froh, wenn du „nur“ eine Tanzkombination lernen musst? Wieviele unterschiedliche Stimmfarben beziehungsweise Stilrichtungen kannst du schon bedienen? Dies ist zum Beispiel wichtig an Schulen, die drei oder mehr stilistisch unterschiedliche Gesangsstücke verlangen.

Wieviel Zeit hast du noch bis zur Aufnahmeprüfung? Ist es sinnvoller, sich nur an Schulen zu bewerben, die zwei Lieder und einen Monolog fordern und sich in der verbleibenden Zeit intensiv damit zu beschäftigen oder bleibt dir Zeit für mehr?

Bist du bereit dazu, für eine Ausbildung weit weg von zuhause zu gehen (vielleicht sogar ins Ausland), wo du deine Familie kaum noch sehen wirst?

Ist dir wichtig, dass viele der Schüler Engagements bei der Stage Entertainment oder bei den Vereinigten Bühnen Wien bekommen haben oder suchst du eine Schule, die Absolventen möglichst breitgefächert unterbringen konnte?

Wieviel Geld kannst beziehungsweise willst du in deine Musicalausbildung investieren? hands-way-guide-touristWieviel finanzielle Unterstützung benötigst du um die Kosten stämmen zu können? Bist du bereit, für die Ausbildung einen Kredit aufzunehmen? Wieviele Aufnahmeprüfungen kannst du zahlen? Bedenke dabei nicht nur eine eventuelle Prüfungsgebühr, sondern auch die Anreise und eine Unterkunft, wenn du von weiter weg kommst. Für diese Entscheidungen solltest du wahrscheinlich auch deine Eltern zu Rate ziehen.

Schritt Drei: Entscheide dich!

Entscheide dich, sammel deine Unterlagen zusammen, schicke deine Bewerbungen ab und bereite deine Songs und Monologe vor! Jetzt wird es ernst. 🙂

Das klingt alles nach einem Riesenaufwand? Ist es auch! Aber glaub mir, es lohnt sich. Denn die richtige Schule für dich ist wie Aschenputtels gläserner Schuh: Sie passt zu dir! Du möchtest doch deine Ausbildung nicht an einer Schule machen, an der du das Gefühl hast, dir die Ferse abhacken zu müssen, oder? Versteh mich nicht falsch, die Ausbildung wird dir körperlich und emotional einiges abverlangen, egal für welche Schule du dich entscheidest, aber du willst doch auch nicht an eine Schule gehen, an der du dich nicht wohlfühlst, oder? Wenn dich eine Schule aufnimmt, sollte diese Entscheidung auf Gegenseitigkeit beruhen!

In diesem Sinne, leg los! 🙂

Etwas in mir ist anders, etwas in mir erwacht!

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Wie versprochen, will euch heute mehr über meine Arbeit als Audition Coach erzählen! Los geht’s!

Ich arbeite gern mit jungen Menschen, die sich auf Aufnahmeprüfungen an Musicalschulen vorbereiten (Ja, das seid ihr!) und ich tue das einfach deshalb so gerne, weil ich mal in derselben Situation war. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie ihr und viel daraus gelernt.

Es passiert mir immer wieder, dass ich etwas Neues lerne und mir dabei wünsche, dass ich das alles schon vor meiner Ausbildung gewusst hätte. Das hätte wahrscheinlich einige Entscheidungen in eine andere Richtung gelenkt. Euch möchte ich deswegen die Chance geben, euren Weg MIT diesem Wissen zu gehen.

Die harte Wahrheit ist, dass sich an jeder Schule unzählige junge Menschen auf eine begrenzte Anzahl an Ausbildungsplätzen bewerben. Und dabei muss man auch daran denken, dass die Aufnahme an einer Schule nur der erste Schritt auf dem langen Weg des Showbiz ist. Ein Grund mehr also, ihnen zu zeigen, was euch einzigartig macht!

Als Audition Coach helfe ich meinen Schülern aber nicht nur dabei, ihre Persönlichkeit in ihren Lieder und Monologen strahlen zu lassen, ich biete das Rundum-Komplettpaket!

Während der Coachings biete ich Ratschläge und Hilfestellungen zu jedem Schritt:
  • Wie finde ich die Schule, die zu mir passt?
  • Wie läuft eine Aufnahmeprüfung ab?
  • Wie stelle ich interessantes Bewerbungsmaterial zusammen?
  • Wie finde ich Repertoire, das meine Stärken zeigt?
  • Wie bereite ich mich sorgfältig und effizient auf das wohl wichtigste Vorsingen meines bisherigen Lebens vor?
  • Was soll ich am großen Tag anziehen?
  • Wie können wir die Vorbereitung als Schüler-Lehrer-Eltern-Team meistern?
  • Welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es?
  • Was erwartet uns wenn die Ausbildung vorbei ist?
  • Was machen wir, wenn es beim ersten Versuch nicht klappen sollte?

Wichtig ist mir bei meiner Arbeit auch, dass die Eltern nicht außen vor bleiben. Es ist nicht nur so, dass sie meistens die finanziellen Entscheidungen treffen, sie sind auch bei der moralischen Unterstützung kaum wegzudenken!

Die Coachings biete ich per Videochat an. Man muss also dafür seine eigenen vier Wände überhaupt nicht verlassen. Für genauere Infos, schreibt mir eine Email an svenja@liveoutloud.de. Gerne könnt ihr auch ein kostenloses, zehnminütiges Kennenlernen vereinbaren!

Willkommen! Bienvenue! Welcome!

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Svenja Isabel Baumann

Willkommen zu meinem Blog! Schön, dass ihr da seid!

Bevor es jedoch ans Eingemachte geht, will ich mich kurz vorstellen:

Ich heiße Svenja Isabel Baumann und bin Musicaldarstellerin. Ich bin aber nicht nur als Darstellerin, sondern auch als Gesangslehrerin, Tanzlehrerin und Audition Coach tätig.

Als Audition Coach helfe ich jungen Menschen dabei, sich gezielt auf Aufnahmeprüfungen an Musical(hoch)schulen vorzubereiten. Wie das genau abläuft und wie es dazu kam, erzähle ich euch gerne ausführlich beim nächsten Mal! 🙂

Jetzt fragt ihr euch aber sicher, worüber ich eigentlich bloggen will, oder? Okay, in erster Linie will ich euch durch diesen Blog eine Plattform bieten, wo ihr euch über die Vorbereitungen auf die Aufnahmeprüfungen austauschen könnt!

Dabei möchte ich euch all die Tipps und Ratschläge geben, die ich mir vor meiner Ausbildung gewünscht hätte. Außerdem soll dieser Blog auch als Vorbereitung auf die persönliche Arbeit mit mir dienen und diese begleiten und ergänzen.

Am wichtigsten ist es mir aber, euch zu pexels-photo-128299inspirieren und anzufeuern. Denn das ist das, was man auf diesem Weg der Ungewissheiten am allermeisten braucht! Keine Sorge, ich verspreche euch nicht das Blaue vom Himmel, aber ein bißchen Glauben an sich selbst hat noch niemandem geschadet. 🙂

Dieser Blog richtet sich aber nicht nur an euch als angehende Schüler, sondern auch an eure Eltern! Denn wir sind alle Teil des Vorbereitungsteams, we’re all in this together!

Ab und zu werden mich Gastblogger aus den unterschiedlichen Bereichen der darstellenden Künste (und der Welt) tatkräftig unterstützen. Ich verzichte an dieser Stelle mal gezielt auf name-dropping, lasst euch überraschen. 😉

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, was Blogeinträge und Angebote angeht, tragt euch einfach rechts in die Mailingliste ein!

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, worüber ich als nächstes bloggen soll, hinterlasst einen Kommentar oder schreibt mir eine Email an svenja@liveoutloud.de! Ich freu mich auf euch und melde mich schnellstmöglich zurück! 🙂